Laut IWF kein Notkredit für Eurozone

Der Internationale Währungsfonds dementierte heute einen Artikel in der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei, dass die Gruppe der G20-Staaten an einem Plan arbeite, um eine Kreditfazilität in Höhe von $600 Milliarden auf die Beine zu stellen. Laut des Mediums soll der IWF finanziell angeschlagenen Staaten der Eurozone auf diese Weise unterstützend zur Seite springen, um Staatsbankrotte in Europa zu verhindern. Wie es laut vorheriger Gerüchte hieß, sollte allein dem italienischen Staat mit diesem Betrag geholfen werden, da sich die Zinsen auf dessen Regierungsanleihen an den Bondmärkten zuletzt kaum reduzierten.
IWF und G20-Gruppe dementieren Zeitungsberichte über Kreditfazilität

Wie Italiens Tageszeitung La Stampa in der vergangenen Woche berichtete, werde der IWF dem Land notfalls mit einem Megakredit in Höhe von 600 Milliarden Euro beispringen. Der durch den IWF angeblich zur Verfügung gestellte Notkredit würde Italiens neuer Regierung von Premierminister Mario Monti 12 bis 18 Monate an zusätzlicher Zeit einräumen, um politische Reformen im Lande durchzusetzen. In diesem Zeitraum wäre es Italien somit möglich, sich nicht über die Finanz- und Bondmärkte refinanzieren zu müssen, wodurch die ausstehenden Staatschulden Italiens allerdings weiter steigen würden. Monti könnte Tranchen des zur Verfügung gestellten Kredits abrufen, falls die durch seine Regierung geplanten Sparmaßnahmen zur Schuldensenkung im Parlament scheitern sollten. Laut des IWF sei es in diesem Hinblick jedoch zu keiner derartigen Entscheidung gekommen, was durch einen offiziellen Vertreter der G20-Staaten ebenfalls bestätigt wurde. Die zuletzt erschienenen Berichte seien falsch und entbehrten jeder Grundlage, wie es hieß.